Sommerferien 2014
Reisen statt Umziehen und Kinder bekommen – JUHU
4 Wochen Ferien – soooo lange – und sooo viel zu erzählen. Wo nur anfangen? Naja, so wie immer: am Anfang
Eigentlich wollten wir die erste Urlaubswoche bei Oma Monika und Opa Edgar verbringen. Wäre da nicht mein Totalzusammenbruch gewesen: Milchstau und Grippaler Infekt. Kurz gesagt: nix ging mehr ausser schlafen. Vielen Dank liebe Caro, dass du Georg am Samstag mit den Mädels unterstützt hast. Dank der einen oder anderen Schmerztablette habe ich mich dann am Montag aufgerafft und habe mit Georg die letzten Klamotten gepackt und auch sonst alles zusammengerafft, was man in 3.5 Wochen Abwesenheit so brauchen könnte. Natürlich haben wir am Ende bestimmt die Hälfte nicht gebraucht, aber das ist ein anderes Thema – und dank unserem Lieblings-Dupi auch gar nicht schlimm. Zum Glück ist unser Papi gut im Puzzlen.
Da ich nicht fahrtüchtig war, hat Georg uns bis Bad Aibling gefahren – und ist dann mit dem Zug inklusive Rad wieder zurück nach Lindau. Geplant war es, mit Marc den Bodensee-Königsee-Radweg zu bestreiten. Leider hat eine falsche Einstellung an Georgs neuen Klick-Pedalen die Achilles-Sehnen so stark gereizt, dass er in Eschenloe wieder auf unser meistgenutztes Verkehrsmittel, den Zug, umsteigen musste. Eins ist sicher: Georg wird bei seinem nächsten kinderfreien Wochenende einen neuen „Angriff“ starten – und sicher durchhalten. Und natürlich: herzlichen Glückwunsch zur grandiosen Zieleinfahrt bei Mistwetter lieber Marc.
Zwischenzeitlich haben die Mädels und ich die arme Oma Monika auf Trab gehalten. Ich glaube, die Gute hat kein 2 Minuten gesessen während unseres Besuchs. Da ich beim Thermenbesuch und auch sonst nicht dabei war, gibt es leider keine Fotos. Immerhin bringen wir es auf ein glorreiches Foto aus der Woche: Rummikub-Abend gemeinsam mit Marc, Marianne und Udo. Der Abend, an dem wir einen Bayerischen Ausdruck für unsere Emmi gelernt haben: „Du Urschl du“.
Südtirol
Samstag ging es dann knapp vorbei an Emmis Freund Murmli aus Serfaus nach Kastelruth in Südtirol. Wir wollten schon lange mal dort hin – jetzt ist es soweit gewesen. Gewohnt haben wir auf dem Oberstampfeter Hof. Die Lage, die Aussicht und der Aussenbereich sind einfach gigantisch gewesen. An solch einem Kraft- und Ruhepol sind wir bislang selten gewesen. Der einzige Nachteil: statt einer Spülmaschine war Handarbeit angesagt.
Am Sonntag haben wir eine kleine Wanderung nach Seis gemacht. Erstaunlicherweise ist Emmi gesprintet, wenn es bergauf ging – und im Schreckentempo vorangezogen, wenn es flach war.
Montag sind wir nach Bozen und an den Kalterer See gefahren. In guter alter Schorschle und Tina Manier haben wir unser Mittagessen auf dem Markt gekauft und mit Hochgenuss auf einer Bank verzehrt. – Und wie man sieht: der Apfel fällt nicht weit vom Stamm: Emmi und Janni haben reingehauen wie sonst in keinem Restaurant. Auf dem Rückweg wollten wir einen Kuchen essen. Doch da uns die Café-Konditoreien in Völs zu touristisch erschienen, sind wir durch Zufall auf ein Naturschutzgebiet mit tollem Spielplatz gestossen und haben den Kuchen gegen ein Eis getauscht.
Dienstag haben wir uns ausgeruht und sind gemütlich nach Kastelruth und zurück gelaufen. Ein Erlebnis für alle – Natur pur. Leider fand der Bauer nebenan es nicht so lustig, dass Emmi und ich querfeldein laufen wollten. Also mussten wir auf den regulären Pfad zurück.
Mittwoch hiess es: rauf auf die Seiser Alm. Nachdem wir festgestellt haben, dass der Rucksack samt Geldbeutel noch auf dem Bauernhof ist und Georg wieder zurückfahren musste, habe ich mir oben auf dem Berg erst mal eine Radlweste kaufen müssen. Es war auf einmal a* kalt und bei 9 Grad konnte ich nicht radeln. Auf der Suche nach einem geeigneten Weg hat uns eine Italienerin einen Weg empfohlen, den sie gestern gefahren ist. Nunja – mit einem E-Bike. Mit dem Hänger sind wir nicht ganz so weit gekommen und haben anschliessend die normale Strasse genommen und trotz Wolken einen grandiosen Ausblick genossen. Auf der Rauchhütte gab es feines Mittagessen und kurz vor einsetzendem Regen waren wir wieder an der Gondel.
Donnerstag haben wir ungewollt einen Autotag eingelegt. Eigentlich wollten wir im Grödnertal wandern, doch dort sind sie eher nicht auf Familien eingestellt, sondern eher auf Luxus und Sportambitionierte. Die Fahrt auf das Sella Joch hat sich jedoch zum Glück als ersatzwürdig gezeigt und war jede Sekunde lohnenswert.
Abends haben wir fein grilliert – mit Panoramablick natürlich. Den vermisse ich schon ganz arg – inklusive der super bequemen Strandmuschel.
Freitag haben wir gepackt, waren noch mal auf dem Spielplatz in Kastelruth und haben Kraft getankt für die Radreise.
Familienreise Drauradweg
So cool – wir können es jedem nur empfehlen: eine Radreise ist ein unvergessliches Erlebnis. Man erlebt die Landschaft viel intensiver, es fühlt sich super an, jeden Tag ein wenig Sport zu machen – und die Belohnung nach dem Strampeln (meist feines Essen und oder ein Glacé): Leben wie Gott in Frankreich – nun ja, oder besser wie in Südtirol und Kärnten.
Samstag: Anreise Niederdorf / Dupi Transfer nach Klagenfurt – Sonntag: Niederdorf – Toblach – Lienz
so cool – zurückversetzt ins 19 Jahrhundert wurden wir im Hotel Bachmann.
Mit so viel Liebe zum Detail und feinem Essen haben wir unseren Aufenthalt sehr genossen.
Während Georg Dupi nach Klagenfurt gefahren hat, haben die Mädels und ich den Kurpark erkundet. Es war sehr lohnenswert und lustig. Hut ab an das Niederdorf Produktmanagement! Ein Nachmittag macht Lust auf mehr.
Am Sonntag hiess es dann: auf zur ersten Tour. Einfach nur Genussradeln – mehr muss ich hier nicht schreiben. Die Bilder sprechen hoffentlich für sich. Da Janni von jetzt auf gleich Hunger hatte, mussten wir schnell einen Gasthof finden. Hut ab Kleine: genau zum richtigen Zeitpunkt gekräht. Der Strasser Wirt hat sich im Nachhinein als ziemlich feines Hotel/Restaurant rausgestellt. Und die Schlutzkrapfen haben Janni deutlich besser geschmeckt als das Spinatgläschen.
In Lienz sind wir im Hotel Goldener Fisch untergebracht worden. Das war OK und der Tiroler Rodler hat Emmi und mir trotz lahmer Schnecke vor uns riesig Spass gemacht.
Montag: Lienz – Berg
Schöne Strecke – leider ein etwas in die Jahre gekommenes Hotel.
Dienstag: Berg – Spittal
Ufff – heiss. Oder besser: unfassbar heiss. Wir mussten wegen Jannis Hunger Pause machen und danach war es einfach nur anstrengend zu radeln. Völlig geschafft sind wir im Hotel angekommen. Erwartet haben wir ein Hotel Post – das “Erlebnis” haben wir bis zur Ankunft geflissentlich übersehen.
Das Hotel ist einfach nur zu empfehlen. Schade, dass man es nicht nach Lindau oder so beamen kann… Da wir total fertig waren, wurde uns kurzerhand ein Bier angeboten und während wir ein wenig was für unseren Wasserhaushalt getan haben, wurden die Koffer aufs Zimmer gebracht. In dem Hotel könnte man sich wahrscheinlich einen ganzen Tag damit verbringen, all die Kleinigkeiten zu entdecken. Ein Traum – auch das Essen. Unser Highlight des Urlaubs – neben dem Wilden Kaiser.
Mittwoch: Spittal – Villach
So langsam verlassen wir die Berge und kommen in die Hügel. Es geht viel geradeaus – ich mag das, Georg eher weniger. Villach ist ein nettes Städtchen, in dem wir viel über unsere eigenen Verhaltensweisen und Denkweisen lernen. Schön war`s.
Donnerstag: Villach – Ossiacher See – Villach
Heute heisst es mal nicht “um 9 Uhr Koffer an der Rezeption abgeben”. Wir bleiben in Villach im Hotel und machen einen Ausflug an den Ossiacher See. Wir wären nicht wir, wenn wir diese Situation nicht nutzen würden und den Plan umschmeissen würden. Statt dem Radweg zu folgen, folgen wir dem Schild “Erdbeer Oase”. Es hat sich gelohnt. Die Erdbeeren waren fein und Emmi hat erkannt, dass es ganz schön lange dauert, ein paar Erdbeeren zu pflücken.
Der Ossiacher See war schön. Ich konnte mich nicht mehr erinnern, dass ich schon mal dort war – und so wird`s unseren Mädels in 30 Jahren wohl auch gehen.
Freitag: Villach – Klagenfurt
Ja, hier kommt die Tour, der wir gespalten gegenüber stehen. Die Radler grüssen sich nicht mehr, man wird eher schief angeschaut, wenn man mit dem Velo unterwegs ist, das Ufer des Wörthersees säumen Villen und Hotels statt der Radweg und statt VW wird Porsche gefahren. Zu allem Überfluss ist ein Teil des Radwegs gesperrt und wir müssen über 1.5 Stunden warten, bis uns das Kursschiff einsammelt. Viele Leute mögen den Wörthersee, wir bevorzugen den Bodensee.
Und wenn wir eine Lösung finden, was wir mit Emmi nächstes Jahr machen können, wenn sie nicht mehr in den Hänger passt: auf http://www.italybike.info/de/ würden wir bestimmt fündig.
Kroatien (statt Italien)
Jetzt geht`s weiter – nach Kroatien. Ganz ohne Navi – VW scheint der Meinung zu sein, dass Krotien nicht zur EU gehört… Ferien am Strand gemeinsam mit Sabrina, Karlheinz, Kea und Lasse – Mägenwil hat`s möglich gemacht. Wer hätte das gedacht?
Landschaftlich ist`s in Kroatien bestimmt toll, vom Gefühl hat`s für uns leider nicht ganz so gut gepasst. Die Sprache, das Essen – wahrscheinlich waren wir einfach noch so von unseren “Lieblingsbergen” eingenommen, dass Istrien von vornherein einen schweren Stand hatte. – Und 4 Wochen sind für uns eher rastlosen Gesellen langsam eher lang geworden.
In jedem Fall haben wir unsere gemeinsamen Stunden am Pool und am Abend sehr genossen.
Die Villa Karla war wirklich hübsch, leider nicht ganz sauber.
Wir haben viel im Pool geplanscht…
… die Kids haben draussen gespielt und auch gestritten…
… und wir waren am Strand bei Peruski…
… wir haben eine Mini-Radtour in der Nähe von Pula unternommen…
… und natürlich Emmis 4. Geburtstag…
… und Lasses 2. Geburtstag gefeiert…
… und viel gegrillt.
Oma Monika und Opa Edgar – die Zweite
Ja, und weil die erste Woche keine Woche war – und Johanna im Auto nun eher unleidlich ist, durften wir auf der Rückfahrt nochmal Zwischenstop bei Oma und Opa machen. Toll war`s. Wir haben jede einzelne Sekunde genossen. Wir sind eben doch Familien- und Bergmenschen – durch und durch.
Der Besuch bei Maxlrainer hat uns sehr gefallen.
Und als am Sonntag so toller blauer Himmel war, hat`s einfach gejuckt in den Füssen – auf zum Wilden Kaiser. Fast schon wie daheim.
Ja – und nach so vielen Eindrücken, müssen wir uns (und unsere Wohnung) im wahrsten Sinne erst mal neu sortieren.